Hoffnungsvolle Signale Im Streik Bei Vivantes Und An Der Charité

Hoffnungsvolle Signale Im Streik Bei Vivantes Und An Der Charité

September 16, 2021 Off By bloggerin

NachrichtenJet

Tag acht im Streik der Pflegekräfte von Charité und Vivantes. Die Fronten sind verhärtet, aber es gibt auch hoffnungsvolle Signale.

Von Birgit Bürkner und Sara Orlos Fernandes

Die Charité bot Verdi ein Spitzengespräch am Sonnabend an. Die Gewerkschaft zeigte sich im Gegenzug bereit, den Streik herunterzufahren. Für denselben Tag offerierte Verdi Vivantes Gesprächsbereitschaft und kündigte an, am Wochenende den Streik bei den Vivantes-Töchtern auszusetzen.

Wer will was?

Die Charité bietet den Pflegekräften vor allem Geld zur Entlastung. Wer mehrere Tage hintereinander in unterbesetzten Schichten gearbeitet hat, bekommt Geld. Dazu Verdi-Verhandlungsführerin Meike Jäger: „Pro Verstoß 10 Euro, das Angebot ist wirklich lächerlich. Wir fordern bei drei Verstößen einen Tag Freizeitausgleich.“

Ulla Hedemann (35), Pflegerin auf der Kinder-ITS im Virchow-Klinikum: „Nicht der Streik gefährdet Patienten, sondern der Normalzustand. Pflegekräfte springen zwischen den OPs verschiedener Fächer hin und her, Nachtschichten sind nur mit einer Person besetzt. Das sind alles Dinge, die in der Normalität hingenommen werden“ (Foto: Birgit Bürkner)

Das Universitätsklinikum verspricht aber auch:   Wer spontan Schichten übernimmt, soll zukünftig besser bezahlt werden. Gewerkschafterin Jäger moniert: „Es gibt in beiden Unternehmen noch keine Lösung, wie wir die Mindestbesetzung für das Personal festlegen.“

Am Freitag wollen Verdi und Charité in Arbeitsgruppen darüber weiterverhandeln.  Der Vorschlag von Vivantes, die Leistung an die Personaldecke anzupassen, sei gut. Das Unternehmen habe aber noch nicht erklärt, wie der Vorschlag umgesetzt werden solle.

► Laut Verdi streiken an der Charité derzeit etwa 450 von rund 4700 Pflegern.  Etwa 250 von rund 3000 Betten seien gesperrt, aber keine komplette Station.

► Bei Vivantes beteiligen sich nach Angaben der Gewerkschaft rund 800 von rund 4900 Pflegern am Ausstand. Etwa  700 von mehr als 8500 Betten seien gesperrt, 17 von mehr als 250 Stationen  geschlossen.

Thomas Pottgießer (56), Mitglied der Clearingstelle am Urban-Klinikum: „Vivantes schickt uns permanent Regressdrohungen wegen des Streiks. Kurioserweise passierte das sogar für eine Station, wo gar keiner streikte, sondern die geplante Besetzung da war“ (Foto: Birgit Bürkner)

Laut Jäger hätten sich viel mehr Mitarbeiter am Arbeitskampf beteiligen wollen. Aber: „Die Arbeitgeber versuchen, den Streik zu unterlaufen. Kollegen werden ständig für angebliche Notfälle reingerufen. Verschiebbare OPs werden nicht abgesagt. Sogar Patienten, die erst in Zukunft einen OP-Termin haben, werden einbestellt.“


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Eine Patientengefährdung, wie von Vivantes dargestellt, habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Thomas Pottgießer (56), seit 31 Jahren Pfleger im Urban-Klinikum und Mitglied der Clearingstelle, in der kritische Fälle entschieden werden, sagt: „Jetzt, während der Notdienste, wo die Personalbesetzung klar geregelt wurde, ist die Besetzung teilweise besser, als im Normalzustand.“

Permanent werden wir von miesen Nachrichten überschwemmt und erdrückt. Wir sehen all die tragische Dinge in aller Welt, und das kann einen schön desillusionieren. In derartig Momenten müssten wir uns daran erinnern, dass auch eine große Anzahl gute Dinge bei der ganzen Welt passieren! Begutachtet mal unsere Quellen zu guten News für einen kreativen Schub positiver Leistung.

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